#14 - Juli 2026
Themen in dieser Ausgabe:
Hallo ,
hier kommt noch auf den letzten Drücker die Juli-Ausgabe der Anomalie!
Die letzte Ausgabe der Anomalie liegt schon einige Wochen Monate zurück. Ich hoffe, dein Postfach war deswegen nicht zu leer! Bei mir und im Digitale Anomalien HQ gab es in letzter Zeit viel zu tun. Weil die Priorität auf den Podcasts liegt, wurde dieses Format leider etwas vernachlässigt. Sorry dafür!
Ich habe an dieser Stelle direkt noch eine Ankündigung. Vielleicht hast du es im Podcast oder auf Discord schon gehört: Es wird ein Community-Treffen geben, und zwar am 24.10.2026 in der Welt- und Pyramidenstadt Karlsruhe.
Wenn du Interesse hast, merke dir diesen Termin gerne schon einmal vor. Ich habe als Programm eine kleine Exkursion durch die Stadt und ein anschließendes Einkehren zum Stärken und Fachsimpeln geplant. Eine Anmeldemöglichkeit für die Planung wird es nach meinem Sommerurlaub geben. Das wird Ende August sein. Ich würde mich sehr freuen, möglichst viele Leute aus der Community zu treffen!
Der Podcast ist aktuell in der Sommerpause. Hier wird es im regulären Feed Ende August weitergehen. Schau dir in der Pause gerne mal mein Angebot auf Steady an. Dort wird auch während der Pause alle zwei Wochen eine Bonusfolge erscheinen.
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Sommerurlaub ist ein gutes Stichwort. Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich am Rande des Tatra-Nationalparks im Süden Polens. Hier gibt es viel Natur und stellenweise erstaunlich schlechtes Internet. Letzteres ist ausnahmsweise kein Gemecker, sondern für mich gerade ein absolutes Qualitätsmerkmal! Der Alltag wird immer digitaler und ich ertappe mich viel zu oft dabei, wie ich unbewusst zum Handy greife. Weißt du was? Das ärgert mich auch oft, weil dabei unterm Strich viel Zeit draufgeht, die ich eigentlich lieber für andere Dinge einsetzen würde. Zum Beispiel, um einen Artikel für die Anomalie zu schreiben oder ein Buch zu lesen.
Der Vorteil des Handys ist, dass ich es immer dabei habe. Mein Muskelgedächtnis ist so weit trainiert, dass ich es automatisch aus der Hosentasche ziehe, wenn ich gerade nichts zu tun habe.
Vor einiger Zeit bin ich durch den sehr hörenswerten Podcast Methodisch Inkorrekt auf einen Miniatur-E-Book-Reader der Firma Xteink aufmerksam geworden. Das Gerät ist noch kleiner als mein Smartphone und passt somit in die Hosentasche. Es haftet sogar magnetisch an der Rückseite meines Smartphones. Ich fand das Gerät so interessant, dass ich es mir gekauft habe – und was soll ich sagen? Für mich ist es eines der besten Gadgets, das ich mir seit langer Zeit gekauft habe. Ein Großteil meiner bisherigen Handynutzung hat sich in den letzten Wochen in Lesezeit gewandelt und ich liebe es. Meinen großen E-Book-Reader habe ich mittlerweile verschenkt. Gut, zunächst habe ich ihn natürlich gründlich entstaubt. Für mich ist das ein echter Gamechanger, denn so habe ich einen Weg gefunden, wieder mehr zu lesen, ohne dabei Zeit für wichtige Dinge zu opfern.
In der nächsten Ausgabe findest du dann auch wieder einen mit HI (Human Intelligence) geschrieben Artikel. Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit!
Wenn du Feedback für mich hast, kannst du mir gerne direkt auf diese Mail antworten.
Herzliche Grüße
Wolfgang
Links und Leseempfehlungen
Filmabend Die Geschichte der vermutlich wichtigsten Programmiersprache der Welt wird in der auf YouTube kostenlos verfügbaren Dokumentation The Story of C++: The World's Most Consequential Programming Language erzählt.
Entscheidungsbäume Eine schöne visuelle Erklärung zur Funktionsweise von Entscheidungsbäumen.
Token sind das neue Gold Wenn wir über LLM-basierte Anwendungen wie beispielsweise Agentic Coding sprechen, dann sind die verwendeten Tokens die Währung, die zählt. Diese Visualisierung zeigt eindrucksvoll, wie sich die Geschwindigkeit und Menge dieser Tokens auf das Ergebnis auswirkt. Auch spannend, wenn man beispielsweise mit lokalen Modellen arbeitet.
Wie sieht die Welt im Jahr 2000 aus? Oder besser: Wie hat man sich das im Jahr 1972 vorgestellt? Diese kleine Doku auf YouTube ist ein wahrer Nostalgie-Schatz.
Neulich im Podcast & im Internet
Neue Inhalte für Unterstützer
Seit der letzten Ausgabe der Anomalie sind gleich sechs neue Episoden auf Steady erschienen. Exklusiv für alle, die Digitale Anomalien dort unterstützen. Ab knapp fünf Euro pro Monat bist du dabei.
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Acoustic Kitty | Verschlusssache Der beste Spion ist derjenige, der mit seiner Umgebung verschmilzt und nicht auffällt. In vielen Umgebungen dürften gewöhnliche Katzen dieser Anforderung sehr nahekommen. Das dachte sich in den 1960er Jahren auch der amerikanische Geheimdienst CIA. So entstand das Projekt "Acoustic Kitty". Die Idee dahinter war folgende: Man wollte Katzen mit Abhörtechnik ausstatten und so abrichten, dass sie sich Zielpersonen wie Diplomaten oder fremden Staatsdienern nähern und diese belauschen. |
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Ping of Death | Reverse Engineering Im Jahr 1996 verlor das damals noch junge Internet ein bisschen von seiner Unschuld. Im Herbst dieses Jahres verbreitete sich nämlich das Wissen über den Ping of Death wie ein Lauffeuer. Dabei handelte es sich um eine Lücke im IPv4-Protokoll, die durch ein einzelnes illegales Datenpaket ausgenutzt werden konnte, wodurch Systeme zum Absturz gebracht wurden. Ein solches Paket konnte besonders einfach mit der ping.exe versendet werden, die sich im Lieferumfang von Windows befand. Daher kam auch der inoffizielle Name Ping of Death. Gut 17 Jahre nach dem Ping of Death führte Microsoft einen neuen TCP/IP-Stack mit Unterstützung für IPv6 ein. Und darin befand sich ein ähnlicher Fehler wie damals im Jahr 1996. |
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Schaltsekunden | It's (not) a bug! Unsere heutige Zeitrechnung basiert auf hochpräzisen Atomuhren, die jeden Tag als exakt gleich lang definieren. Das ist sehr vorteilhaft für Computer und Berechnungen. Ein immer gleich langer Tag deckt sich jedoch nicht mit der Dauer, die die Erde für eine Umdrehung benötigt. Würde man hier keine Korrektur vornehmen, würden sich Tag und Nacht irgendwann aus dem Takt bringen. Deshalb werden hin und wieder Schaltsekunden eingefügt, um die beiden Zeitsysteme möglichst synchron zu halten. Im Vergleich zu Schaltjahren lassen sich solche Schaltsekunden jedoch nicht im Voraus berechnen. Sie werden von einem Komitee festgelegt und einige Monate im Voraus bekannt gegeben. Dadurch sind Schaltsekunden ein seltenes und nicht vorhersagbares Ereignis. Das kann natürlich zu Problemen führen. In dieser Episode geht es um Schaltsekunden und einen Linux-Fehler bei der Schaltsekunde im Jahr 2012. |
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Hot Dog Stand - Ein Windows Fiebertraum | Die Admin Chroniken Im Jahr 1992 erscheint Windows 3.1, das zahlreiche Features mitbringt, die zu seinem Erfolg beitragen. Unter anderem gibt es hier TrueType-Fonts, den Windows Media Player und erstmals die Möglichkeit, die Oberfläche nach eigenen Wünschen anzupassen. Im Lieferumfang waren 23 verschiedene Themes enthalten, die unterschiedliche Geschmäcker bedienen sollten. Während die meisten Themes im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten sind, gibt es ein Theme, an das sich viele Menschen immer noch erinnern. Das Theme "Hot Dog Stand" hat nicht nur einen skurrilen Namen, sondern wirkt mit seiner Farbgebung in Senfgelb und Ketchuprot auch wie ein digitaler Fiebertraum. Jahrzehntelang kursierte die Geschichte, dass es sich bei diesem Theme nur um einen Scherz des damaligen Designteams gehandelt habe. |
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Das Ziegenproblem | Reverse Engineering Stell dir vor, du nimmst an einer Spielshow teil. Vor dir stehen drei Tore. Hinter einem davon befindet sich der Hauptgewinn, hinter den beiden anderen jeweils eine Niete. Du wählst ein Tor. Anschließend öffnet der Moderator eines der beiden übrigen Tore. Dahinter befindet sich eine Niete. Nun hast du die Wahl: Bleibst du bei deiner ursprünglichen Wahl oder wechselst du? Viele Leute sagen intuitiv, dass es egal ist, ob man wechselt. Aber das stimmt nicht. Rein mathematisch verdoppelt sich deine Gewinnchance, wenn du das Tor wechselst. Diese als Ziegenproblem oder Monty-Hall-Problem bekannte Fragestellung wird in dieser Folge genau besprochen. Menschen sind generell schlecht im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten. Das Ziegenproblem zeigt das sehr gut auf. |
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Phyllis Latour | Verschlusssache Phyllis Latour war Agentin beim britischen Special Operations Executive. Während des Zweiten Weltkriegs war sie als Spionin im besetzten Frankreich tätig. Dort gelang es ihr, über Monate hinweg Informationen zu sammeln und diese verschlüsselt nach London zu übermitteln. Dafür nutzte sie ein One-Time-Pad, viel Mut und ein originelles Versteck für ihre Codes. So konnte sie bis zum Ende ihres Einsatzes unerkannt bleiben. Nach dem Krieg geriet ihr Name in Vergessenheit. Auch, weil sie selbst nie darüber sprach. Ihre Kinder erfuhren erst im Jahr 2020 durch einen Zufall von der bewegten Geschichte ihrer Mutter. So schrieb Phyllis Latour im Alter von über 100 Jahren schließlich doch noch eine Biografie, in der sie ihre Erfahrungen schilderte. Diese ist absolut lesenswert. In dieser Folge wird ein Teil der Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau erzählt. |
Neue Inhalte im Free Feed
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Sonstiges
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Grobe Pixel #49: Vom Highscore zu Hello World Als Kinder der 1980er Jahre mussten wir uns zwangsläufig mit der Funktionsweise von Computern auseinandersetzen, um Videospiele spielen zu können. Damals gab es noch keine Programme wie Steam, mit denen sich Spiele bequem starten und verwalten lassen. Stattdessen mussten wir uns mit Systemkonfigurationen, Bootdisketten und der Frage auseinandersetzen, wie sich noch ein weiteres Kilobyte konventioneller Speicher freiräumen lässt. Spielen war also nicht nur reiner Genuss, sondern auch mit viel Arbeit verbunden. Und die Arbeit hörte nach dem erfolgreichen Start eines Spiels in vielen Fällen noch nicht auf. Denn die Spiele der 1980er- und 1990er-Jahre waren oftmals schwer und verlangten viel Zeit, um sie zu meistern. In dieser Folge sprechen wir mit unserem Gast, Professor Dr. Markus A. Mathes, darüber, was diese Erfahrungen für unseren Bildungsweg bedeuten. Haben wir in unserer Jugend die Grundlagen der IT erlernt, die wir später im Studium und im Beruf gewinnbringend einsetzen konnten? Und wie sieht es heute aus? Niemand muss mehr an passenden Bootdisketten basteln, um ein Spiel zu spielen. Geht dadurch vielleicht Wissen und eine gewisse Vorbildung verloren? Markus ist selbst ein Kind der 1980er und durch seine Arbeit an der Hochschule hat er mit jungen Menschen zu tun, die gerade ihr Studium beginnen und dort teils erstmals mit technischen Themen und Programmierung in Berührung kommen. |
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Zeitflimmern Podcast: River - The Timeloop Hotel River - The Timeloop Hotel ist ein Film über eine zwei-minütige Zeitschleife im kleinen Ort Kibune, Japan. Im Gegensatz zu anderen Zeitschleifenfilmen, behalten alle Charaktere ihre Erinnerungen und versuchen demnach die zwei Minuten in dem kleinen Hotel so gut zu wie Möglich zu nutzen. Wird es Ihnen gelingen, die Zeitschleife zu durchbrechen? |
Last, but not least
Steady Neben dem regulären Podcast gibt es auch exklusive Folgen für Supporter. Das ganze findet auf Steady statt. Dort gibt es verschiedene Pakete, die neben den Podcast Episoden auch noch weitere Goodies beinhalten. Ab knapp fünf Euro pro Monat bist du dabei und unterstützt damit die Weiterentwicklung der Digitalen Anomalien.
Twitch Ab und zu bin ich live auf Twitch und rede da über Technikthemen.
Discord Im Discord gibt es immer mehr super nette Leute, die über spannende, witzige und teils auch ernste Themen diskutieren. Schau doch auch mal vorbei!
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